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Verein für Schlesische Kirchengeschichte e.V.

Die Vereinsgeschichte

Der Verein für Schlesische Kirchengeschichte wurde 1882 in Breslau gegründet, gleichzeitig auch das „Jahrbuch für Schlesische Kirchengeschichte“. Er zählt gegenwärtig 164 Mitglieder, darunter auch Mitglieder aus Polen und Tschechien. Indem er für die Erbengemeinschaft all derer eintritt, die mit der Schlesischen Kirche verbunden waren und sind, trägt er der Tatsache Rechnung, dass sich die schlesische Kirchengeschichte seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf drei Wegen vollzieht: in der schlesischen Oberlausitz, in den genannten Diözesen der polnischen evangelisch-lutherischen Kirche und in der Gemeinschaft Evangelischer Schlesier in Nachkriegsdeutschland, wozu noch die beiden schlesischen Gemeinden der "Evangelisch-Reformierten Kirche in der Republik Polen" kommen (Strzelin/Strehlen und Pstrazna/Straußeney).

 

Daten zur evangelischen Kirchengeschichte Schlesiens

• 1000 Errichtung des Erzbistums Gnesen mit dem Bistum Breslau. Schlesien wird ein christliches Land.

• 1267 Hedwig von Andechs-Meranien, Gemahlin Herzog Heinrichs I. von Schlesien, wird heiliggesprochen. Sie wird zur Landesheiligen Schlesiens.

• 1523 In Breslau findet die Reformation über den vom Rat der Stadt zum Pfarrer von St. Maria Magdalena berufenen Johannes Heß Eingang. Die Mehrheit der Schlesier wendet sich der evangelischen Lehre zu. Schlesien wird zu einem bedeutenden Element der deutschen evangelischen Kirche und Konfessionskultur mit lebendiger, auch in langer Zeit der Unterdrückung durchgehaltener Frömmigkeit, hervorragendem Bildungswesen und reicher geistlicher Literatur und Dichtung.

• 1526 Gründung der ersten evangelischen Universität Europas in Liegnitz durch Herzog Friedrich II., die jedoch wegen theologischer Streitigkeiten und Geldmangels bereits nach drei Jahren wieder geschlossen wird.

• 1563 Beginn der Gegenreformation in Schlesien. Nach und nach Wegnahme evangelischer Kirchen, Vertreibung von Geistlichen, Schließung evangelischer Schulen.

• 1609 Garantie der freien Religionsausübung für die evangelischen Stände in einem Majestätsbrief Kaiser Rudolfs II.

• 1648 Der Westfälische Friede bestätigt der Stadt Breslau und den Fürstentümern Liegnitz, Brieg, Wohlau und Münsterberg-Oels die freie Religionsausübung; in den anderen Gebieten bestimmt der Kaiser die Konfession; er gestattet den Evangelischen den Bau der drei Friedenskirchen in Glogau, Jauer und Schweidnitz.

• 1675 Mit Herzog Georg Wilhelm von Liegnitz, Brieg und Wohlau stirbt der letzte der schlesischen Piasten, die den Protestantismus unterstützt hatten, auch hier setzt die Gegenreformation ein

• 1707/09 Konvention von Altranstädt: Kaiser Joseph I. sichert auf Druck König Karls XII. von Schweden den Lutheranern die freie Religionsausübung in den Fürstentümern Liegnitz, Brieg, Wohlau, Oels und Münsterburg sowie der Stadt Breslau zu, mildert die religiöse Unterdrückung im übrigen Land und erlaubt den Bau von sechs Gnadenkirchen in Freystadt, Hirschberg, Landeshut, Militsch, Sagan und Teschen.

• 1740-1742 Schlesien wird preußisch. König Friedrich II., der Große, gestattet den Evangelischen freie Ausübung ihrer Konfession in ganz Schlesien und gesteht auch der Herrnhuter Brüdergemeine und den Schwenckfeldern freie Religionsausübung zu. Außerdem erlaubt er, Bethäuser zu errichten, die später zu sogenannten Bethauskirchen erweitert werden. Damit entsteht eine einzigartige evangelische Kirchenbaulandschaft aus Friedens-, Grenz-, Zufluchts-, und Gnadenkirchen, Bethäusern und Bethauskirchen.

• 1811 Gründung der Universität Breslau, der ersten Universität Preußens mit katholisch- und evangelisch-theologischer Fakultät.

• 1815/16 Ein Teil der Oberlausitz kommt an Schlesien. Innerkirchliche Verwaltungsreform mit der Errichtung des Konsistoriums für Schlesien in Breslau.

• 19. Jahrhundert Die Erweckungsbewegung breitet sich auch in Schlesien aus, die Innere Mission führt zur Gründung vieler diakonischer Einrichtungen und von neun Diakonissenmutterhäusern.

• 1923 In den an Polen abgetretenen Teilen Oberschlesiens bildet sich die selbständige „Unierte Evangelische Kirche in Polnisch-Oberschlesien“.

• 1933-1945 Auch Schlesien ist vom Kirchenkampf betroffen. Die Mehrheit der schlesischen Gemeindeglieder und Pfarrer steht auf der Seite von Bischof Otto Zänker, der 1941 zwangspensioniert wird.

• 1945/46 Ende des Zweiten Weltkrieges. Flucht und Vertreibung aus Schlesien. Im nun polnisch und überwiegend römisch-katholisch werdenden Schlesien entstehen Gemeinden der „Evangelisch-Augsburgischen Kirche in der Republik Polen“, gegliedert in ihre drei genannten Diözesen. In den schlesischen Gebieten westlich der Neiße bildet sich die „Evangelische Kirche von Schlesien“ und im Westen die „Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V.“

• 1968 Umbenennung der „Evangelischen Kirche von Schlesien“ auf staatlichen Druck in „Evangelische Kirche des Görlitzer Kirchengebietes“.

• 1992 Umbenennung der „Evangelischen Kirche des Görlitzer Kirchengebietes“ in „Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz“.

• 1997 Partnerschaftsvertrag zwischen der Diözese Breslau der „Evangelisch-Augsburgischen Kirche in der Republik Polen“ und der „Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz“.

• 1.1. 2004 Die „Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz“ und die „Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg“ bilden die „Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz“.

• 2005 Gründung der „Kirchlichen Stiftung Evangelisches Schlesien“.

• 2014 Vereinigung der Kirchenkreise Niederschlesische Oberlausitz und Hoyerswerda zum Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz.

 

Aktueller Vereinsvorstand


Vorsitzender: Superintendent Dr. Thomas Koppehl, Niesky
Stellvertretende Vorsitzende: Professor Dr. Dorothea Wendebourg, Berlin
Beisitzer: Pfarrer Mag. Ulrich Hutter-Wolandt, Dr. Ulrich Schmilewski, Würzburg
Schatzmeister: Pfarrer Christoph Hanke, Straupitz

 

Beirat

Dem Beirat gehören an: Dr. Ulrich Schmilewski, OKR Dr. Hans Jochen Kühne und Sobieslaw Nowotny

 

Ehrenmitglied

Zum Ehrenmitglied des Vereins wurde ernannt: Pfarrer Johannes Grünewald.

 

Geschäftsstelle

Superintendentur des Kirchenkreises Schlesische Oberlausit
Bautzener Str.4
D 02906 Niesky
Tel. 03588 259139
E-Mail: sup.sol@kkvsol.net

 

Die Vereinsvorsitzenden
 

1882-1899

David Erdmann, D. Generalsuperintendent, Breslau

1900-1927

Franklin Arnold, D. Dr. Universitätsprofessor in Breslau

1927-1944

Martin Schian, D. Dr. Generalsuperintendent, Breslau

1953-1957

Hellmut Eberlein, Lic., Pfarrer

1959-1982

Gerhard Hultsch, Dr. Dr. OStR, KR

1982-1984

Werner Laug, Dr. Pfarrer em.

1984-1990

Reinhard Hausmann, Pfarrer

1990-

Christian-Erdmann Schott, Dr. Pfarrer

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